Strecken-/Objekt-Editor: Unterdrückung von Elementen

  • Hallo zusammen,


    eine Möglichkeit, das Erstellen komplizierterer Gleispläne ein wenig zu vereinfachen, wäre die Möglichkeit, Elemente einzeln zu unterdrücken. Sprich, man wählt ein Gleis, eine Weiche, Kurve, Steigung etc. aus und mittels einer Funktion "Unterdrücken" (die sich optimalerweise im Menü befindet, das sich dann per Rechtsklick öffnet) lässt sich das ausgewählte Element löschen, aber es verbleibt noch im Strukturbaum (dann entweder durchgestrichen oder in grauer Schriftfarbe). Beim erneuten Rechtsklick auf das unterdrückte Element lässt sich dieses bei Bedarf einfach wieder einblenden (z. B. mit einer Funktion "Unterdrücken rückgängig"). Somit ist es einfach, ein wenig herumzuexperimentieren, ohne dass bereits gelöscht Elemente wieder neukonstruiert werden müssen.


    Dies bezieht sich in erster Linie auf den Streckeneditor, lässt sich aber auch im Objektbau anwenden, indem z. B. Punkte/Flächen in einem *.l3dobj oder (Gruppen-)Objekte in einer *.l3dgrp unterdrückt werden können. Abrunden würde dies eine Info-Meldung, die beim Speichern der bearbeiteten Datei erscheint, dass unterdrückte Elemente enthalten sind. Das Speichern soll zwar trotzdem möglich sein, aber man wird an möglicherweise vergessene Unterdrückungen erinnert, die letzlich die Dateigröße unnötig erhöhen.


    Wäre es prinzipiell denkbar, dies so oder so ähnlich umzusetzen?


    Grüße,

    Simon

    Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien.

    Albert Einstein

  • Hm,


    interessant.

    'Gleis beginnt mit Weiche', ich unterdrücke die Weiche, das Gleis ist weg...

    Oder unterliege ich hier einem Mistverständnis?


    Gruss

    Uwe

    --
    Wenn du die Götter zum Lachen bringen willst, mach’ einen Plan.

  • In dem Fall "Gleis beginnt mit Weiche" erscheint die Weiche an sich gar nicht im Strukturbaum, sondern nur das Gleis selbst. Man könnte also nur das gesamte Gleis unterdrücken.


    Anders z. B. bei in der Topologie gesetzte Weichen. Gibt es hier bspw. eine Weiche "am Ende des Gleises", die unterdrückt wird, wird das Gleis einfach so dargestellt, als wäre die Weiche gelöscht worden.


    Grüße,

    Simon

    Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien.

    Albert Einstein

  • Hallo Simon


    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstehe was du damit meinst oder bezwecken willst, aber ist das nicht genau ein Fall um eine Sicherungskopie zu machen, die mit ca. 2 Mausklicks wiederhergestellt werden könnte?


    Wenn du einen richtig komplizierten Gleisverlauf, sagen wir einmal Kopfbahnhof mitsamt allen davor befindlichen Abstellgruppen, nachbauen willst, ist dir dann mit dem Ausblenden des zu bearbeitenden Gleises nicht weniger geholfen, als wenn es einfach, ohne bereits eingebauter Kreuzungen und Weichen da liegt, wo genau diese Verbindungen dann noch hergestellt werden müssen?



    Gruß

    Miguel

  • Hallo Miguel,


    ich finde, es wird mit der Zeit schon ziemlich umständlich, die Strecken-Datei unter einem anderen Namen speichern, um bestimmte Elemente rauszulöschen und später wieder reinkopieren zu können. Eine Unterdrückungs-Funktion wäre einfacher zu handhaben und zeitsparend.


    Da ich mich momentan viel mit Gleisverlegung in Loksim beschäftige, kann ich nur sagen, dass ich mir persönlich diese Funktion gefühlt alle 5 Minuten wünschen würde. Ich habe mal versucht, ein Beispiel zu machen:



    Ich möchte einen solchen Gleisverlauf erstellen, dabei ist mir allerdings die Position der Zungenspitze bis auf wenige Meter und der Weichenwinkel fest vorgegeben. Beim Anlegen der Weiche habe ich folgende Möglichkeiten:


    - Zu genauer Position (geht nicht, da sich die Position nicht auf die Zungenspitze bezieht)

    - Nächste Aufeinandertreffen der Strecken (fällt auch raus, weil sich die Strecken an dieser Stelle nicht treffen)

    - Weiche durch Annäherung an Gleis


    Bei Letzterem ist es aber auch nicht so einfach, weil oftmals recht abenteuerliche Gleisläufe mit viel zu kleinen Bogenradien entstehen:



    Die Lösung ist, das Gleis möglichst nah bis an das andere Gleis zu definieren und eine manuelle Kurve einzufügen (Ergebnis siehe oben). Hier würde ich es als sehr praktisch empfinden, mir den Gleisverlauf erstmal ohne Weiche zurechtlegen zu können (da auch, wenn das abzweigende Gleis zu weit vorne definiert wird, die Weiche nicht mehr verlegt werden kann) bzw. auch bei nachträglichen Änderungen die Weiche zu unterdrücken und den Bogen anpassen zu können.


    Dies war nur eine vorstellbare Anwendung der Unterdrückungs-Funktion und auch ein sehr einfaches Beispiel. Praktisch wäre es doch auch, den Verlauf eines Gleises mit Verschwenkungen, Kurven, Steigungen etc. in einer fiktiven Strecken drastisch zu ändern, ohne die alten Eingaben gleich eliminieren (und extra eine Sicherungskopie anlegen) zu müssen.
    Komplette Gleise zu unterdrücken, wie du, Miguel, es beschrieben ist, ergibt vielleicht weniger Sinn als topologische Elemente. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass auch das nützlich ist, wenn z. B. jemand Änderungen in dem Gleisplan eines fiktiven Bahnhofs macht.


    Grüße,

    Simon

    Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien.

    Albert Einstein

    Edited once, last by SimonG ().

  • Hallo SImon


    Es tut mir leid, aber ich kann deinem Gedankengang nicht so richtig folgen - es erschließt sich mir einfach nicht, warum das einfacher sein soll. Ich habe aber auch schon lange keine Strecken mehr erstellt (außer für Signal- oder sonstige Tests).

    Letztens habe ich auf einer externen Festplatte eine schon verlorene Teststrecke wiederentdeckt - viel (sehr viel !!) Gleis auf noch mehr grüner Wiese. Aber auch damals schon (die muss vor mindestens 12/15 Jahren entstanden sein) habe ich auch Teststrecken immer nach einem realen Vorbild gebaut. Und mit einigem Hin- und Herprobieren hat das dann auch meistens realistisch ausgeschaut - sprich ähnlich wie auf dem mir zur Verfügung stehenden Foto inklusive sonstiger Informationen wie Signalpositionen, Positionen von Einbauten am Gleis und ähnlichem.

    Wenn jetzt deine Strecke ein fiktiver Bahnhof ist, warum muss dann die Weiche genau an einer bestimmten Position liegen, oder habe ich da etwas missverstanden?


    Gruß

    Miguel

  • Wenn eine Weiche an einem speziellen Punkt liegen muss, kann man z.B. die Fahrleitung schneller und einfacher verlegen. Ich lege mir immer die Weichen so hin, das es so mit Zick Zack und FL Längen gut hin kommt.


    Gruß

    Martin

  • Hm, komisch, ich setzte die FL immer so, das es an den Weichen passt. Erst der Fahrweg, dann die Leitung.


    Gruss

    Uwe, jeder baut anders

    --
    Wenn du die Götter zum Lachen bringen willst, mach’ einen Plan.

  • Ja, schon klar, nur ich setze die Weichen so, wie sie im Fahrweg sein müssen. Also ohne Rücksicht auf die Fahrleitung.


    Gruss

    Uwe

    --
    Wenn du die Götter zum Lachen bringen willst, mach’ einen Plan.

  • Naja, man kann sich das Leben schon einfacher machen, nur mir wäre das zuviel an Aufwand. :-)


    Gruss

    Uwe

    --
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  • Hallo zusammen,


    um das Verlegen der Fahrleitung geht es mir auch gar nicht. Um folgende Frage zu beantworten:

    Wenn jetzt deine Strecke ein fiktiver Bahnhof ist, warum muss dann die Weiche genau an einer bestimmten Position liegen, oder habe ich da etwas missverstanden?

    Ganz einfach aus beengten Platzverhältnissen. Zwar ist das auf den Bildern, die ich oben gezeigt habe, nicht der Fall, da das ein schneller Versuchsaufbau im Editor zur Erläuterung meines Anliegens war (ich hätte das mit dem Platzproblem dann zumindest dazuschreiben sollen, sorry), aber wenn davor und dahinter jeweils noch eine Weiche liegt, die sich nicht ohne Weiteres verschieben lässt, ist man bei Positionierung der Weichenzunge durchaus sehr eingeschränkt.


    Um aber auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Wie ich oben auch erwähnt habe, ist es mit der Funktion auch leichter, nachträgliche Änderungen durchzuführen - in zweierlei Hinsichten. Zum einen kann ein Gleis durch die Unterdrückung topologischer Elemente völlig neu verlegt werden und der alte Gleislauf kann bei Bedarf wiederhergestellt werden, zum anderen ist es einfacher Gleise an Veränderungen im Gleisplan neu anzupassen. Mit Letzterem ist z. B. gemeint, wenn ich die Verschwenkung des durchgehenden Gleises aus meinen Bildern oben herauslösche und anschließend den Verlauf des abzweigenden Gleises mitsamt Weiche neu anpassen muss. Da der eigentliche Gleislauf des abzweigenden Gleises mit der Weiche nicht ersichtlich ist (weil Loksim das Gleis selbstständig verlängert, um die Weiche legen zu können), würde ich diese zunächst unterdrücken. Da ich nun das Gleis so sehe, wie es eigentlich definiert ist, kann ich es auch manuell (mittels Kurve/n) wieder an das durchgehende Gleis heranführen, da meiner Erfahrung nach oftmals somit saubere Verläufe hinzubekommen sind. Anschließend blende ich die Weiche wieder ein und wenn ich nochmal nachbearbeiten möchte, kann man sie ggf. wieder unterdrücken.


    Vielleicht hat das auch mit der persönlichen Arbeitsweise zu tun, warum ich eine solche Funktion für äußerst praktisch halte und du, Miguel, das nicht so richtig nachvollziehen kannst.


    Grüße,

    Simon

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    Albert Einstein

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