Trotz der freundlichen Hinweise im Forum... Lebt LokSim noch?

  • Hallo,

    Interessant hierbei ist, das sich niemand aus dem Entwicklerteam meldet. Dieses ist eine unheimliche Ignoranz.


    mittlerweile würde ich es schon ein Frechheit und Dreistigkeit bezeichnen, das keiner der werte Herren den Schneit hat, hier mal Stellung zu beziehen.

    Ein Verhalten, was für mich in keinster akzeptabel ist.


    Herzliche Grüße

    Olaf

  • Ja mei, wie am Anfang schon festgestellt wurde, sind sie halt offenbar nicht mehr da. Die letzte Aktivität im Programm-Betatest war am 27.02.2024 und das letzte neue Thema dort wurde 2021 (!) eröffnet. Die Frage ist, warum hat die Entwickler eigentlich keiner vermisst?


    Vielleicht weil die meisten anderen Loksimmer auch nicht mehr so wirklich da sind? Letzter Beitrag im Forum "Fehler & Probleme" am 11.07.2025, in "Vorschläge" am 23.03.2025, in "AddOn-Entwicklung" am 19.01.2025, in "Projekte" am 01.05.2025, in "International" am 08.05.2025, in "Betatest Allgemein" am 17.02.2021 (!) und eben in "Betatest Programm" am 27.02.2024. In der berühmten "Teestube" wurde trotz zwischenzeitlich vieler Ferien am 17.10.2023 zuletzt etwas gepostet. :/

  • Also nicht nur neue Strecken und Fahrzeuge und das, sondern der Kern. ETCS, anyone?

    Da kann man ja nur hoffen, dass du die Ril 483-0701 gründlich studiert hast und daraus die richtigen Schlußfolgerungen für den Umfang der Programmierarbeit für dieses System ziehst. Die schüttelt ein Freizeitprogrammierer garantiert nicht in einem halben Jahr aus dem Ärmel.

    ...aber wenn man mit dem Programm in den 2000ern stehen bleiben muss, ist es als Spiel toll, aber als Simulator (leider) nicht mehr geeignet.

    Loksim ist nun mal ein Computerspiel und im jetzigen Zustand durchaus brauchbar für Simulationsfahrten - vorausgesetzt, dass nicht irgendwelche realitätsferne Werte für Bremsstellungen und Zug- und Bremsgewichte in den Fahrplänen veröffentlicht werden.

    Fahr doch mal einen Güterzug mit Originaldaten und nicht mit "Grüner Welle"..



    Schon mit der Bremsstellung G dürften etliche Loksimmer Probleme haben und behaupten, dass das Bremsverhalten des Zuges nicht stimmt.

    Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

  • Vielleicht weil die meisten anderen Loksimmer auch nicht mehr so wirklich da sind?

    Es liegt halt manchmal auch einfach daran das sich Interessen und andere Dinge im Leben ändern und verschieben. Ich selbst hab neben den Beruflichen 3 Stellwerken mittlerweile ein Museumstellwerk im Verein zu betreuen und mir fehlt ganz ehrlich dann einfach allzu oft die Lust mich dann auch noch extra vor den Rechner zu setzen und mich mit der virtuellen Eisenbahn zu beschäftigen. Das war vor Jahren als man beruflich damit noch weniger zu tun hatte, natürlich anders.

    Denke aber das das einigen so geht. Zumal Loksim ja wie in meinem Falle eben ein reiner Fahrsimulator ist und kein Simulator für Sicherungstechnik.

    Wichtig ist, das man trotzdem irgendwo immer noch Freude und Spaß am Thema Eisenbahn empfindet.
    Bei mir ist das halt derzeit wesentlich mehr beim Original angesiedelt. ist aber vieleicht in 5 Jahren schon wieder anders, wer weiß das schon.



    Gruß André

    Sei dabei.. beim GSIII.

  • Ab und zu schau ich ja auch mal hier vorbei. Einen wirklichen Überblick über das Geschehen rund um den Loksim hab ich aber nicht.

    Sowas wie Mehrzugbetrieb macht man nicht mal eben, das ist eine deutlich andere Nummer als nur ein eigener Zug (zumindest wenn sie wie bei Zusi richtig durchsimuliert werden und nicht nur als "dumme" Animation eingeblendet werden). Auch ETCS ist nicht ganz ohne, wobei die ganzen Besonderheiten die meiste Zeit gekostet haben, der ganz normale Regelbetrieb geht eigentlich noch, wobei für mich der Vorteil besteht, dass mit ZusiDisplay eine Software da ist, die sich um die ganzen Anzeigen kümmert und in den Führerstand eingebettet werden kann. Das ist eine praktische Arbeitsteilung und bringt einige Funktionen schon mit, die man für ETCS braucht.

    Das alles hobbymäßig nach Feierabend zu machen, ist schon eine Nummer - oder man braucht etliche Leute. Da kann man schon überlegen, welche Anwender man mit Loksim mittelfristig ansprechen möchte. Dass es komplett kostenlos ist, hat sicher seinen Reiz für Neuanfänger oder Gelegenheitsnutzer. Nur mal im Vergleich zu einer Modellbahn kostet z.B. Zusi weniger als viele Wagenmodelle. Also wer das wirklich als richtiges Hobby betreiben will, der dürfte nicht abgeschreckt werden, einmalig einen zweistelligen Betrag zu zahlen. Da geht viel mehr Geld in die PC-Technik.

    Falls es keine Zukunft für den Loksim geben sollte, können wir natürlich gerne schauen, ob sich was nach Zusi konvertieren lässt. Das würde ich aber nur machen, wenn es eine einhellige Meinung gibt. Ich will keine Streitereien befördern.


    Ach und eine Frage noch: Welche Idee hatte Zusi 3 vom Loksim übernommen? Ich kenne den Loksim funktional doch eher oberflächlich, darum würde mich das mal interessieren.


    Carsten

  • Welche Idee hatte Zusi 3 vom Loksim übernommen?

    Die programmtechnischen Hintergründe kenne ich weder hüben noch drüben, die meinte ich nicht. Aber als die Objektbauerei für Zusi 3 losging, hatte zumindest ich zu allen Themen des Objektbaus längere Zeit regen Austausch mit der Zusi-Welt, die mit vielem am Anfang stand, wo Loksim in der Hinsicht schon alle Streitereien mindestens einmal durch hatte. Ich wollte auf die hier geäußerte Kritik "schaut aus wie vor 15 Jahren" nur sagen, dass das, was mit Loksim für Objekt- und Streckenbauer möglich ist - und damit bestimmt "wie's aussieht" - so schlecht nicht ist und auch außerhalb der Loksim-Welt durchaus anerkannt wird/wurde. Wenn's Gründe gäbe, Loksim offiziell einzustellen und neue Projekte, wie's mir seit längerem im Kopf rumschwirrt, sinnvollerweise in Zusi zu realisieren, dann wären das nunmal eher andere, z.B. dass dieses Thema erst bei Seite 2 ist ...

  • Hallo (Carsten),


    ich denke mal, dass man mit der "Idee", die Zusi 3 von Loksim übernommen hat, auch auf die nun wesentlich höhere Detaillierung der Zusi-Landschaft hinaus wollte. Ist die Landschaft im Loksim spätestens seit Version 2.5.1 immer detaillierter geworden, so war das bei Zusi dann mit Veröffentlichung der Version 3 der Fall - und das war auch gut so. Vorher waren es ja mehr Bauklötzchen... ;-)


    Gruß

    Jan

  • Eigentlich gibt es da nicht viel zu diskutieren. Was wird denn erwartet? Es mag interessant sein, sich mit verschiedenen Simulatoren zu beschäftigen, ich halte es für vernünftiger, sich mit den Möglichkeiten und Schwächen eines Programms gründlich zu beschäftigen und dann keine unsinnigen Vergleiche antzustellen.


    Weiss jetzt nicht so recht was realistisch daran ist allein auf ner Strecke rumzufahren und bei jedem Fahrtbeginn die Lok aufrüsten zu müssen

    Das komplette Aufrüsten findet normalerweise bekannterwerise nur bei Übernahme der Lok am Abstellplatz statt, beim Ablösen oder Führerstandswechsel ist es nicht notwendig - mach einen Vorschlag zur Lösung.


    Und wenn schon bitte mit Zugdateneingabe a la Zusi oder TS Pro Loks wie die Vectron von kal000px)

    Was soll denn da eingegeben werden, die Tf-Nummer? Nur die Zuglänge, Höchstgeschwindigkeit und Bremshundertstel reichen nicht, es braucht auch die Bremsart "BRA" nach besonderer Einstelltabelle und bei der PZ80R interessiert die Zuglänge überhaupt nicht. Zusi traue ich das alles zu, bei den anderen so "realistischen" Programmen habe ich da so meine Zweifel. Vorteil beim Loksim: Alle notwendigen Daten übernimmt das Programm bereits aus den eingegebenen Zugdaten der Fahrplandatei und das richtige Programm für die jeweilige PZB-Bauart ist eingestellt. Wann kann ich denn die Zugdaten eingeben? Wenn ich den Bremszettel habe und der wird beim Loksim erst nach dem Start der Simulation angezeigt. Vielleicht brauchen wir ja noch einen Touchbildschirm zu händischen Eingabe am Registriegerät?



    Es handelt sich dabei um die PZB80R System PZB90, diese Art der Registrierung auf Papierstreifen kennt aber wohl kaum noch jemand.


    Auch die Bremssimulation ist niemals weiterentwickelt worden und sehr dürftig im Loksim

    Da spricht wohl ein absoluter Kenner der Materie, der in vielen Dienstjahren vom Rangierdienst mit der Kleinlok bis zum Schnellzug alles inklusive der verschiedenen Bremsstellungen und Bremsbauarten in der Praxis absolviert hat. Tut mir Leid, dass ich damals den Ralf Gryga so falsch beraten habe und wir nur Mist produziert haben. :cursing:


    Es ist leicht, Forderungen zu stellen weil man mal irgendwo was aufgeschnappt hat, das es bei der Bahn gibt. Da müßte man ja nach örtlichen Besonderheiten erst richtig loslegen. PZB90 der S-Bahn Hamburg = Sonderbauart (ja, auch für das Thema wollte mal jemand bauen). Habe den 471 mal auf der S-Bahn Berlin probefahren lassen.



    Die im Loksim veröffentlichte 365 müßte natürlich auch die aus der I60M entwickelte Sonderbauform der PZB90 und nicht die normale Bauform haben. Das Zugsicherungssystem ZBS der S-Bahn Berlin (die noch aktuelle Baureihe 481 gibt es ja auch für Loksim) ist mehr eine abgespeckte ETCS-Level1-Variante, also auch eine Sonderbauart. Und für den ET 420 in der Ursprungsausführung noch die Umsetzung der LZB 100 zu fordern, fällt mir nicht ein; die LZB 80 tut es auch. Den Unterschied kennt sowieso kaum jemand, das andere Display ergibt aber wieder ein anderes Fahrzeugbild.


    Was wird an neuen Führerständen erwartet? Die Einheitsführerstände sind doch langweilig geworden, nur die Leistungen und Höchstgeschwindigkeiten der einzelnen Baureihen unterscheiden sich. Dabei bietet der Loksim doch beste Möglichkeiten zur flexiblen Ausgestaltung. Die Baureihe 155 im Loksim ist schon ein älteres Modell, aus dem selben Urspringsbild ließen sich neben dieser Variante mit PZB90 auch die Ursprungsausführung ohne PZB, die mit PZ 80 und auch die 155 mit LZB erstellen - und alle sehen unterschiedlich aus.


    Und wem die Strecken zu langweilig sind - macht doch was draus. Der Erzzug auf der Saalbahn in meinem vorigen Beitrag kann doch im Fahrplan variiert werden, z.B. mit Bremsstellung P. Dann aber kommt ja erst das, was der Loksim auch ermöglicht, eigene Fahrpläne. Die Idee nimmt den Bahnhof Dornburg in der älteren Variante ohne Oberleitung über Gleis 3 als Vorlage. Jetzt sind Fahrleitungsarbeiten im Bahnhof notwendig, er ist vom Netz zu trennen und der Zug muss "mit Schwung und Bügel ab" über das Gleis 3 durch den Bahnhof fahren (das dann allerdings mit der "Grünen Welle"). El 4 vor der ersten, El 5 hinter der letzten Weiche. Da die Weichen nur für 60 km/h zugelassen sind, muss bis zum Esig von 90 km/h runtergebremst werden. Und das gibt dann die Varianten der beiden Bremsstellungen und auch ohne PZB, mit den älteren PZB-Bauformen und der PZB90, die ist mit ihren 55 km/h in Bremsstellung G am boshaftesten.


    Das mit dem vorausfahrenden anderen Zug läßt sich leider nicht im Loksim umsetzen. Altes Beispiel aus der Praxis: Bahnhof Lübbenau, schwerer Güterzug, Vmax 90km/h, Richtung Berlin, kommt aus Richtung Calau, RB aus Cottbus, Vmax 120 km/h, verläßt den Bahnhof als vorausfahrender Zug. Nächster Halt Bk und Hp Ragow, danach erst wieder Bahnhof Lübben. Ist die RB hinter dem Blocksignal Ragow bekommt der Gz Ausfahrt. Die ersten zwei Mal war ich dann auch so dämlich, konstant zu beschleunigen und traf hinter der folgenden Kurve auf Vr0, also wieder bremsen. Dann war es drin: RB hält am Bahnsteig hinter dem Signal und bis zum Esig Lübben ist es ein ganzes Ende weiter als dieser aktuelle kürzere Blockabschnitt. Also wurde experimentiert und bei maximal 70 km/h konstant weitergefahren - und siehe da, es erschien dann immer rechtzeitig Vr1.

    Im Loksim wollte ich das nachstellen. Das geht nicht weil man bei einem Haltepunkt mit "Hier nicht halten" keine Zeit für das Schalten des Signals eingeben kann.

    Andererseits: Wenn das möglich wäre, nach einiger Zeit würde ein vernünftig denkender Loksimmer wohl auch auf die Idee der langsameren Fahrt kommen und der Effekt mit dem vorausfahrenden Zug wäre verpufft. Und in derartigen Lernvorgängen sehe ich den Nutzen eines Simulators, nicht im losbrettern und bremsen. Also ist der Nutzen solcher Programmergänzungen wohl auch recht zweifelhaft und der Wunsch danach beruht wohl eher darauf wie "Klein Fritzchen" sich die Eisenbahn vorstellt.


    Also was soll nun unbedingt weiterentwickelt werden? Das Programm läuft bei richtig optimierten Strecken flüssig, der Editor ist ein feines Werkzeug, und ob etwas Neues veröffentlicht wird ist doch wohl eher eine Sache der Nutzer des Editors.

    Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

    Edited 3 times, last by Nemo ().

  • Hallo Gerd,


    wer immer noch mit Win7 als Betriebssystem arbeitet und einen entsprechenden veralteten Rechner nutzt, ist in der technischen Evolution halt stehen geblieben.


    Ich denke die meistens von uns wissen wo das Programm stehen geblieben ist und welche Macken es hat. Das möchte an dieser Stelle nicht aufzählen. Daher bedarf es einer Weiterentwicklung.

    Aber die grundsätzliche Frage ist doch, wer ist den vom Entwicklerteam noch das und wer hat sich verabschiedet. Ist Lukas als Betreiber noch da?


    Wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man sich über des Rest Gedanken machen. Das ist zumindest meine Sichtweise.


    Herzliche Grüße

    Olaf

  • Hallo Olaf,


    mal etwas zur Klarstellung: Ich benutze nur zu Vergleichszwecken das auch nicht bessere Windows 10, habe aber kein Interesse daran, mir wegen Windows 11 einen neuen Rechner aufzubauen. Und wer glaubt, was Mikrosoft da immer mit dem angeblich eingestellten Support für Fakes losläßt, tut mir echt Leid. Dass es den Support immer noch gibt, zeigt sich hier (Auszug aus dem Updateverlauf für Windows 7):


    Update für Windows (KB958559)

    Installationsdatum: 26.11.2024 04:30

    Installationsstatus: Erfolgreich

    Updatetyp: Wichtig

    Windows Virtual PC


    Security Intelligence-Update für Windows Defender Antivirus – KB915597 (Version 1.435.141.0) – Aktueller Kanal (Allgemein)

    Installationsdatum: 13.08.2025 15:29

    Installationsstatus: Erfolgreich

    Updatetyp: Wichtig


    Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software x64 - v5.135(KB890830)

    Installationsdatum: 13.08.2025 16:13

    Installationsstatus: Erfolgreich

    Updatetyp: Wichtig


    Mehr braucht es nicht an Support für die Sicherheit, aber man kann mit dm Verkauf neuer Rechner und Betriebssysteme eben gute Geschäfte bei Gutgläubigen machen, ich setze da mehr auf Nachhaltigkeit. Noch mal zur Klarstellung: Ich brauche einen Simulator zur bestmöglichen Umsetzung technischer und betrieblicher Realitäten des Vorbildes und keinen Landschaftssimulator für einen Rechner, der die schönen Objekte außerhalb des Führerstands besonders effektiv darstellt. Vielleicht sollte ich mir mal einen Pkw-Führerstand bauen und die Straße parallel zur Saalbahn (ist ja auch ein Loksim-Rail) befahren und nur die Landschaft ohne Signale und Vorschriften genießen. Dann sollten aber bitte neue Streckenveröffentlichungen auch mehr Straßen haben und Loksim wäre noch universeller nutzbar.


    Was das eigentliche Thema angeht: Ich glaube auch nicht, dass an dem Programm noch weiter gearbeitet werden wird. Wer den Loksim mag und mit ihm zufrieden ist, wird ihn dessen ungeachtet auch weiterhin nutzen.


    Beste Grüße

    Gerd

    Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

  • Hallo Zusammen.


    Welches Windows System man benutzt, sollte jedem selber überlassen sein, aber man sollte dabei bedenken, das ältere Windows Systeme, wozu auch Windows10 gehört, Sicherheitslücken haben, die nicht mehr von Windows geschlossen werden. Im Zuge der immer mehr werdenden Attacken auf Computer, ist dieser Sicherheitsaspekt nicht zu vernachlässigen.


    Nun aber zu Loksim.

    Bei Loksim wurde ja in den letzten Jahren nichts mehr getan, um neue Dinge, welche bei der realen Bahn eingeführt wurden, zu implementieren.

    Somit wird es immer schwieriger und ist auch schon unmöglich geworden, moderne Führerstände zu erstellen. Ich selber habe im letzten August in Kiel Aufnahmen der Baureihe 526 gemacht. Dieses in einen Führerstand umzusetzen, war schwierig und teilweise mit dem vorhandenen Loksim Program nur mit Tricks , sowie teilweise unmöglich. Bei den älteren Umbauten meiner V160 und V100 Familie, sowie den Einheits-E-Lok war es kein Problem. Hier zeigt sich, das Loksim stehen geblieben ist. Wie Carsten Hölscher schon geschrieben hat, kann man nicht einfach ein Programm schnell schreiben. Überhaupt dann nicht, wenn das bisherige nicht gepflegt wurde. Selbst Fehler wurden in den letzten Jahren nicht beseitigt. So habe ich mich mit Ulrich immer augetauscht, wenn Fehler sichtbar wurden, damit man bei Tests wußte, das es ein Program Fehler ist. Fehler zu melden, war in den letzten Jahren unsinnig, weil sich so oder so keiner gekümmert hat.


    So wie Gerd es schon geschrieben hat, läuft das Program bis zur Darstellung Mitte der 2010 er Jahre führerstandsmäßig ohne Probleme, danach nur mit Einschränkungen. Streckenmäßig bis heute, jedoch mit kleineren Fehlern und ohne die neuesten Sicherungsarten.


    Man sollte das Program bei diesem Stand lassen, denn eine Aufarbeitung zu einem aktuellen Program dürfte nur dann möglich sein, wenn es nicht in der Freizeit erstellt werden wird. Alles anderen Gedanken sind müßig und führen nicht zum Erfolg.


    Gruß

    Martin

    Die Entwicklung von Addons wurde eingestellt. Es wird keine Veröffentlichung mehr geben. Ich habe ein Alter erreicht, bei dem man nicht mehr alles machen muß.

    Edited once, last by MartinF: Fippfehler ().

  • Man sollte das Program bei diesem Stand lassen, denn eine Aufarbeitung zu einem aktuellen Program dürfte nur dann möglich sein, wenn es nicht in der Freizeit erstellt werden wird. Alles anderen Gedanken sind müßig und führen nicht zum Erfolg.

    Ja, Martin, das nenne ich "auf den Punkt gebracht".

    Zu den Anmerkungen am Anfang Deines Beitrags bezüglich Sicherheit: Da bietet sich ein älteres Betriebssystem geradezu zur Nutzung an, welcher Hacker wird denn heute noch nach Computern mit Windows 7 suchen? Dafür muss nach Jahren ohne Probleme bei irgendwem mal eine meiner Mailadressen geklaut und in Umlauf gekommen sein, die Angriffe kommen jetzt per Mail. Da wird eben fleißig das Filter mit Absenderadressen bestückt und man sieht die Angriffe nur noch im Protokoll.



    Sowas wird auch mit angeblichen Gutscheinen von Kaufland oder Lidl usw. versucht, sorgt immer für Erheiterung meinerseits.


    Gruß

    Gerd

    Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

  • Nach langer Zeit habe ich hier wieder mal geschaut und meine Befürchtungen zu Loksim3D haben sich bestätigt.

    Ich hatte vor noch längerer Zeit mal Kontakt zu einem der Entwickler. Daraus habe ich mitgenommen, dass der Code von Loksim3D eher unstrukturiert ist, da im Laufe der Entwicklung viele Personen daran gearbeitet haben, ohne dass es ein übergeordnetes Konzept gab. Das macht es sehr schwer, daran weiter zu entwickeln.


    Zu der Technik nur drei Punkte:

    - Loksim3D kennt nur ein Steuerventil für den ganzen Zug.

    - Loksim3D kennt keine Zusatzbremse.

    - Die quadratischen Kennlinien für die Zugkraft-Geschwindigkeitskurve sind für Einphasenreihenschlussantriebe unrealistisch. Für Drehstromantriebe ist das Antriebsmodell völlig falsch.

    Das den Entwicklern natürlich bekannt, aber ohne größere Maßnahmen halt auch nicht zu ändern, wenn man die bisher erstellten Fahrzeugmodelle behalten möchte.


    Dafür hat Loksim3D zwei Dinge, die Zusi bis heute nicht beherrscht:

    - Nach dem Heben des Stromabnehmers dauert es eine realistische Zeit, bis die Fahrdrahtspannung anliegt.

    - Zusi kennt Signal- und Fernlicht.


    Zur Entwicklung vielleicht noch: Zusi hat den heutigen Stand, weil es hauptberuflich entwickelt wird. Diese Entwicklung kann nicht aus der Hobby-Version finanziert werden, sondern nur aus der Professional-Version. Ich weiß, wovon ich da rede, da wir es an der Hochschule gekauft haben. Wie soll sich Loksim3D damit messen können.


    Aber für ein Hobby-Projekt finde ich es nach wie vor äußerst gelungen. Ein viel größeres Problem als in dem Kernprogramm sehe ich darin, dass es keine vernünftige Regelung zu den erstellten Projekten gibt und es wohl ich der Vergangenheit massive Streitigkeiten gab, die immer mal wieder zum Ausstieg von Streckenbauer führten. Nun gibt es also einen Haufen Strecken, an denen nicht geändert oder angebaut werden darf oder die nicht mal auf den Loksim3D-Seiten veröffentlicht werden. Schade.


    Viele Grüße

    Wolfgang

  • - Loksim3D kennt nur ein Steuerventil für den ganzen Zug.

    Wie ist das gemeint Wolfgang? Dir Werte für die Füll- und Lösezeiten der Bremszylinder im Loksim entsprechen den Vorschriften der UIC. Im Zugverband müßte jeder Wagen einzeln mit der entsprechenden Bremsbauart definiert werden und welche aus der Tabelle ersichtlichen Bremsbauarten sind mit ihren Unterschieden heute überhaupt noch allgemein bekannt?

    Im Zugverband merkt man die unterschiedlichen Bauarten wegen der für alle verbindlichen Vorgaben der UIC nicht. Und wer kennt noch diese Bauart von einem ehemaligen Wagen der PKP, der nach dem 2. Weltkrieg bei der DR verblieben war?


    Diese Bremsbauart war auch in Westeuropa und Ungarn verbreitet und paßt z.B. gut zur Vervollständigigung an ein Wagenobjekt von André W., das so einen Kriegsbeutewagen aus Westeuropa darstellt.


    Für meinen Berliner Altbauzug der S-Bahn würde ich dann ein Steuerventil der Bauart Knorr in der Sonderausführung EVB brauchen, komme aber auch mit dem Bremsmodell des Loksim klar.

    - Loksim3D kennt keine Zusatzbremse.

    Das ist richtig und schon lange bemängelt. Ebenso fehlt eine direkt wirkende elektropneumatische Bremse, die ebenfalls für die S-Bahnen in Berlin und Hamburg genutzt wurde.


    - Die quadratischen Kennlinien für die Zugkraft-Geschwindigkeitskurve sind für Einphasenreihenschlussantriebe unrealistisch

    Das kann ich so nicht bestätigen. Für mich ist das nachvollziehbare realistische Verhalten der Triebfahrzeuge in der Simulation wichtig. Die Originalkurven kann man nicht erreichen.



    Ich stelle nach der Zugkraft ein, so dass das Ende dieser Kurve etwa dem Originalwert bei Vmax entspricht.

    Die letzten drei Stufen dürfen bei dieser Lok im Normalbetrieb nicht angesteuert werden, sie sind nur für die Nutzung bei Unterspannung in der Fahrleitung gedacht. Die maßgebende Zugkraftkurve endet also bei etwa 150 kN wie im Originaldiagramm. Dass die Motorstromkurven beim Vorbild so eine Sägezahnform wie die Zugkraftkurven aufweisen, wird im Loksimantriebsmodell auch nicht erreicht. Die Lok fährt sich im Simulator aber doch recht ähnlich wie das Original.

    - Nach dem Heben des Stromabnehmers dauert es eine realistische Zeit, bis die Fahrdrahtspannung anliegt.

    Das stimmt nur bedingt. Die Zeitverzögerung zwischen dem Betätigen des Tasters und dem Erreichen des Fahrdrahtes durch den Stromabnehmer wird im Loksim durch das schleichende Ansteigen der Spannungsanzeige dargestellt. Das ist Unsinn, die Zeitverzögerung ist richtig, aber erst nach deren Ablauf müßte der Zeiger von 0 sofort auf die 15 kV-Marke springen.

    Ich weiß, wovon ich da rede, da wir es an der Hochschule gekauft haben.

    Das Ausbildungszentrum der S-Bahn Berlin hat diesen Weg auch beschritten. Das Bremsverhalten der Baureihe 481 soll aber nicht so recht dem des Vorbildes entsprechen. Der Vergleich ist dort möglich weil im gleichen Raum auch der Originalsimulator von Kraus-Maffei steht und die Ausbilder auch öfter mit den Originalzügen auf den Strecken fahren, das also aus erster Hand beurteilen können.


    Beste Grüße

    Gerd

    Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

  • Hallo Gerd,


    gemeint ist, dass es halt nur ein Steuerventil gibt, anstatt in jedem Fahrzeug mindestens eins. Dadurch entfällt die Zeitverzögerung durch die Strömung der Luft durch die HL des Zuges. Auch kennt Loksim3D keine Vorsteuerung der Lokbremse bei Betrieb der E/H-Bremse wie bei 103, 110, 111, 120, 139, 150, 151 und 181 in Realität vorhanden. Die Druckluftergänzungsbremse der 112/143 lässt sich sowieso nicht umsetzen.

    Als Steuerventiltyp kennt Loksim3D wohl das KE-Ventil und das ist ja auch für die meisten Anwendungen in Ordnung.


    Hier ist das Fahrstufendiagramm der BR103 in Grundstellung der Trafoumschaltung. So sollte es auch für die Simulation aussehen. Dazu kommt dann noch eine Kennlinie, mit der aus der Zugkraft der Motorstrom umgerechnet wird. Das sieht für alle Loks mit Schaltwerk ungefähr so aus und ist mit den drei Parameter einfach nicht nachzubilden. In Zusi 3 geht das aber auch nicht.



    Auch Zusi ist nicht perfekt, aber wesentlich näher am Original als Loksim3D.


    Weiter wollte ich das gar nicht vertiefen. Es wäre schön, wenn sich Loksim3D noch weiter entwickeln würde.


    Viele Grüße

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    die Anzahl der Steuerventile spielt doch keine Rolle.

    gemeint ist, dass es halt nur ein Steuerventil gibt, anstatt in jedem Fahrzeug mindestens eins. Dadurch entfällt die Zeitverzögerung durch die Strömung der Luft durch die HL des Zuges

    Bei der vorhandenen Durchschlaggeschwindigkeit >100 m/s merkt man auf der Lok nicht, dass jeder Wagen etwas später als der vor ihm zu bremsen anfängt. Bei einem 600 m langen Zug beträgt die Differenz zwischen dem Ansprechen des Steuerventils am ersten und am letzten Wagen nur etwa 5,2 Sekunden, egal wie viele Steuerventile sich im Zug befinden (Die Bremsart II entspicht der Bremsstellung G). In den Bremsstellungen P und R wäre die Druckdifferenz der Bremszylinder wegen der schnelleren Füllzeiten zwar höher, ein Teil der Schubkraft des noch ungebremsten Zugteils wird aber von den Pufferfedern der vorauslaufenden Wagen aufgenommen und dort bis zum Lösen der Bremsen gespeichert.



    Aus dem Diagramm ergibt sich auch, dass bei einer geringeren Zuglänge diese Zeitdifferenz kürzer wäre und bei 300 m z.B. nur noch 2,6 Sekunden betragen würde. Entscheidend ist also die Zuglänge, nicht die Anzahl der Steuerventile.

    In einem Simulator wäre das mit variabler Zahl der Steuerventile also nur eine unnötige zusätzliche Programmierarbeit ohne spürbaren Effekt.


    Beste Grüße

    Gerd

    Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

  • Hallo Gerd,


    die vielen Steuerventile wären auch nur notwendig, um die Länge der Leitung zu berücksichtigen. Wäre diese egal, hätte man bei der echten Eisenbahn weder den Schnellbremsbeschleuniger noch die ep-Bremse eingeführt. Es macht beispielsweise bei einem längeren IC schon einen deutlich spürbaren Unterschied, ob er ep hat oder nicht. Loksim3D fährt quasi immer mit ep-Bremse.


    Viele Grüße

    Wolfgang