Temporäre Langsamfahrstelle dynamisch einbinden

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    • Temporäre Langsamfahrstelle dynamisch einbinden

      Hallo Entwickler

      Ist es möglich, eine temporäre Langsamfahrstelle einzurichten, die abhängig von Wochentag und/oder Tageszeit an ist oder aus?
      z.B. 80kmh zwischen Siegdorf und Oberlingen von Mo bis Fr jeweils von 7.00 bis 20.00 (inkl. LZB oder PZB Überwachung)

      Besten Dank, auch wenn ich nun ein "nein" erwarte.

      lg
      Bruno
    • Frage: Wie soll eine temporäre PZB-Überwachung funktionieren? Ich meine gibt es sowas in echt wirklich? Deaktiviert hier wer händisch Magnete? Bei LZB kann ich es mir schon vorstellen, aber weiß ich auch nicht ob das so gehandhabt wird.
      Also wenn daraus ein Vorschlag werden soll, dann solltest Du Dich oder jemand anders schlau machen ob der auch wirklich Sinn macht ;)
    • Wenn ich das richtig verstanden habe (bin kein Betriebseisenbahner), hat der Triebfahrzeugführer ein Heft dabei, in dem die Langsamfahrstellen seiner befahrenen Strecke aufgelistet sind.

      Man kann also wohl nicht, wie beim Autofahren, davon ausgehen, dass plötzlich eine unvorhersehbare Langsamfahrstelle auftritt. Auch wenn das durchaus spannend wäre. Ein Lokführer braucht daher wohl keinen Verkehrsfunk. Der weiß in der Regel, wo eine Beschränkung vorliegt.

      HG
      Roter Brummer
    • Na ja. Eine La kann durchaus schon mal spontan entstehen. Einen "Verkehrsfunk" gibt es ja, nennt sich Zugfunk (oder GSM-R) und über den muss dann auch benachrichtigt werden. Das ist aber eher die Ausnahme, die meisten Las sind m. E. baubedingt und vorab bekannt und können daher auch ins La-Heft gedruckt werden.

      (Wobei ich nicht weiß, wie die Ril 408 / 418 das regelt, ich bin immer noch auf meinem R300-Trip.)

      Für tageszeitabhängige Langsamfahrstellen sehe ich - abseits von klagewütigen Anwohnern - allerdings keine wirklichen Gründe. Und es würde ja nicht reichen, die PZB-Magneten auszuschalten, sondern die Tafeln müssten auch schön vorschriftskonform ausgekreuzt oder abgebaut werden. Ziemlich viel Aufwand.

      Wobei, mal ganz ins Blaue geschossen: Auf einigen der SFSen gibt es nachts doch Geschwindigkeitsbegrenzungen, um ekelige Zwischenfälle bei Begegnungen im Tunnel mit (nur nachts fahrenden) Güterzügen zu vermeiden. Da könnte ich mir tatsächlich vorstellen, dass die LZB da zeitgesteuert auf ein anderes Geschwindigkeitsprofil umschaltet. Weiß da jemand was?
    • Na ja, eine Schutz-La wär schon so ein Fall.

      Begegnungsverbote, Geschwindigkeitsbeschränkungen usw. werden von der LZB automatisch berücksichtigt und durchgesetzt, da braucht gar nicht erst jemand eingreifen aktiv.
      Triebfahrzeugführer im Streckendienst der DB Fernverkehr in Frankfurt/Main
      BR: 101, 120, IC-Steuerwagen, 401 ("ICE 1"), 402 ("ICE 2"), 403 ("ICE 3"), 406 ("ICE 3M"/"ICE 3MF"), 407 ("neuer ICE 3"), 411 ("ICE T"), 415 ("ICE T")
    • Ja, sowas gibt es, aber i.d.R. nur während Bauarbeiten zum Schutze der Arbeiter im Nebengleis, also die angesprochene Schutz-La.
      In dem La-Heftchen, welches wöchentlich neu herausgegeben wird steht dann beim Gültigkeitszeitraum zusätzlich beispielsweise "tägl, 00:30-04:00" oder so in der Art. Die Schilder werden dann weggedreht sowie augekreuzt, nicht komplett abgebaut. PZB ist bei so etwas sehr selten, aber möglich. Oft heißt es aber nur unter Bemerkungen "Schutz-Lfst, keine PZB am Lf1".
      Also müsste die PZB nicht unbedingt schaltbar sein, aber das Streckenlimit.

      Zur La, obwohl wochenaktuell, muss bei Dienstbeginn nachgesehen werden, ob es dafür nicht doch noch eine Berichtigung gibt. Bei neuen und spontanen Las wegen meinetwegen einer Gleisverwerfung bekommt dann jeder passierende Zug die abweichende Geschwindigkeit über Zugfunk in einen Befehlsvordruck diktiert, bis zu 72 Stunden lang, bis sicher die Berichtigungen erstellt und verteilt wurden und samtliche laufende Lokführerschichten inklusive Übernachtungen beendet sind, also neu Dienstbeginn mit Berichtigung gemacht wurde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Martin H. () aus folgendem Grund: aus "k" mach "i"

    • Hallo

      Danke an Martin für die gute Info. Dann stimmen die Schweizer Vorschriften für einmal mit euren (fast) überein ;). In CH ist beim Langsamvorsignal allerdings immer ein sog. Baustellenmagnet platziert, der eine Warnung provoziert wie bei der Vorbeifährt an einem Warnung zeigenden Vorsignal.

      Das Problem bei der Umsetzung liegt eher bei der Kombination von zufälliger Anzeige von Objekten/Signalen in Verbindung mit der korrekten Anzeige/Überwachung der Geschwindigkeit. Unmöglich ist es nicht aber vermutlich einiges an Aufwand zum Programmieren, hab mir das allerdings nicht angesehen im Detail. Eigentlich ist vorgesehen, irgendwann mal die ganze Geschwindigkeitsanzeige/-Überwachung zu überarbeiten und vorbildlicher zu gestalten. Zur Zeit warten allerdings noch andere Baustellen auf Erledigung.

      Gruß chloksim
    • Temporäre LAs gibt es sogar ziemlich oft, wenn man sich zb die LA Hefte der ÖBB Infra so durchsieht.

      Das sind zum Teil eben Schutz LAs bei Bauarbeiten am Nachbargleis (80er LA & GPE) oder eben LAs die nur für bestimmte Züge oder Uhrzeit gelten. So gibt es in meiner Nähe zum Beispiel eine 30er LA die ausschließlich für Züge der rollenden Landstraße gilt oder eine 30er La die eben nur zwischen 22 und 6 Uhr gültig ist bezüglich Lärmschutz (ja sowas gibt es tatsächlich)

      Diese temporären LAs KÖNNEN mit einer GPE (ab 65 km/h aufwärts) oder 1000 Hz Magneten (bis 65 km/h) ausgerüstet sein, müssen es aber nicht. Das ist dann jeweils im LA Heft vermerkt. Auch gibt es inzwischen zeitgeschaltete Geschwindigkeitsprüfeinrichtungen die sich selbst ein und ausschalten - je nachdem wie sie programmiert wurden.