Martins Schmalspur-Werkstatt

  • Der nächste Anschließer ist fast fertig. Es ist die Kaserne.


    Hier ein paar Eindrücke:






    Und was hinter diesen Toren stattfindet, kommt später.



    Gruß
    Martin

  • Es ist aber auch ein großer inhaltlicher Fehler im Bild.
    Kesselwagen in Sachsen auf Rollböcke zu DDR Zeiten, das gab es nur in Reichenbach. und die war bekanntlich 1000m.
    Auf 750mm Spur war in Sachsen spätestens nach dem 2 WK Schluss mit Rollbock, Bei Strecken die ab 1910 eröffnet wurden, wurde das auch gar nicht mehr eingeführt. 1925 gab es noch genau zwei 750mm Strecken die überhaupt noch Rollböcke im Einsatz hatten. das war in Zittau und Taubenheim.
    Und.. Der Rollbockzug ist für Sachsen falsch gekuppelt..


    Gruß André

  • Ist doch alles egal. Mir gefällt es trotzdem. Es muss nicht alles historisch korrekt sein. Er hat sich viel Mühe gegeben und das sollte man honorieren. Ob es historisch so passt (grad was die angesprochenen Rollböcke angeht), das wäre mehr ald Nietenzählerei.

  • Hallo Martin. Na das schaut schon viel Authentischer aus. Gerade der Kuppelbaum am Rollwagen der nur abgelegt ist. Ich hab da noch eine Bank, aus Schienenprofile, zum ablegen von Kuppelstangen die würde perfekt zwischen die Gleise passen. Ich sende sie dir gleich mal zu.


    Bei den Kesselwagen kann man sagen das es eine solche Bauart auch bei der DR gab. Ich hab sogar mehrer Bilder von 1972 eines solchen Wagens verladen auf Rollwagen auf der Strecke Wilischthal-Thum. Wegen den Anschriften kann ich ja mal schauen ob meine Bilder etwas hergeben.


    Was noch wichtig ist. Gleissperre im Anschlussgleis. Ganz wichtig keine gelbe, bei der DR waren die rot.


    Und zu den Rollböcken.
    Lass uns ein wenig spinnen.. Also im Regelverkehr nicht eingesetzt, aber es kann ja sein das eine Traditionstruppe unterm Dach des DMV, sagen wir mal die AG "Schwarzbachtalbahn" in mühevoller Freizeitarbeit die alte Rollbockgrube wieder hergerichtet haben und die konnten just von den Sächsische Phonolithwerken ein paar Rollböcke übernehmen die eigentlich schon zur Verschrottung vorgesehen waren. Und nun kann man in Schauvorführungen und für Trationsbahnzwecke mal 2 oder 3 Wagen auf Rollböcke setzen und im Traditionsgüterzug mitführen. Klingt doch plausibel


    Kleiner Tip am Rande.
    Ich hab da auch noch ein Bild von einem 3 Achsigen Wagen auf 3 Rollböcken. Ein Hinkucker schlechthin.


    Gruß André

  • Hallo André


    Die Kuppelbaum Bank wird ihre guten Dienste tun. Danke dafür.
    Bezüglich der Kesselwagen Anschriften brauchst nicht weiter zu suchen. Die haben bereits die Originalanschriften der DR und des VEB Minol.


    Da ich auf dem dritten Ast von Bärenstein ausgehend eine Strecke plane, auf dem auch Museumszüge fahren, bietet es sich an, die Rollwagen dort mit einzubinden. Deshalb sind auch IK und IIK noch nicht zu sehen. In Bärenstein habe ich die Interessengemeinschaft Komarek, welche in einem aufgebockten Packwagen ihr Zuhause hatte, umbenannt in Interessengemeinschaft SchwarzbachTalBahn e.V. Der dort untergestelle Komarek wird durch ein Schmalspur Schweineschnäuzchen der DR ersetzt. Und schon passt es.


    Das Bild des 3-Achsers würde mich sehr interessieren.


    Gruß
    Martin

  • Hallo zusammen.


    Da mir die Rollwagen etwas zu neu aussahen, habe ich sie in meinen Schraubstock gespannt und umgebaut.
    Herausgekommen sind diese, nunmehr auch ein 5,5 m Rollwagen dazu.


    André möge es mir verzeihen.



    Gruß
    Martin

  • Kein Thema.


    Hab gerade mal geschaut, die Konstruktion ist ja auch schon fast 14 Jahre alt und ist auch in meinen Augen dringend Erneuerungsbedürftig.
    Am 21.04.2005 hab ich die ersten Teile angelegt. An sich ist mal eine Neukonstruktion geplant, Bilder für die Texturen sind auch schon gemacht, Ich hab nur noch keine Zeit gehabt die beiden in Geyer mal richtig zu vermessen. Da hätt ich mit 97-05-38 einen 8m Rf4 Altbau mit Heberleinbremse sowie einen 9m RF4 Altbau mit Saugluftbremse in Form von 97-01-65


    Von den 5,5m Rollwagen gab es in Thum einige, einer, der 97-05-93 war noch 1985 in Schönfeld Wiesa eingesetzt.

  • Nun ist der Blick ins Innere des Stollens frei.


    Hier werden Waggons entladen, welche sensible Güter an die NVA liefern.


    Gruß

    Martin

  • Hallo Martin

    Ganz schöne Sachen die Du baust. Schade ist Schmalspur nicht mein Thema.

    Hier ein Bild von meiner imaginären Schwedenstrecke mit Deinem EX ET 420 in passender Umgebung.

    Leider sind nun auch die letzten Exemplare X420 in Schweden ausrangiert und werden verschrottet.

    Die nächsten werden die X11/X12 sein. Wünsche Dir alles Gute und Grüsse von Peter

  • Hallo Martin.


    Tolles Bild, gefällt mir wirklich sehr. Du machst da aber etwas das das an sich gar nicht zulässig ist.
    Nämlich das Verladen von 2 Achsigen Wagen auf zwei Rollwagen. Das kannst du aber auch gar nicht wissen. Es gibt für Rollfahrzeuge eine Vorschrift. Die DV 494. Dienstvorschrift für die Benutzung der Schmalspur- Rollfahrzeuge (SmRf)


    Und dort steht im §2

    (1) Rollwagen dienen in der Regel zum Transport von 2- und 3achsigen Normalspur-Güterwagen auf Schmalspurbahnen.
    Der Transport von Normalspur-Güterwagen mıt Drehgestellen auf Rollwagen (Anhang I) ist nur als außergewöhnliche Sendung
    mit Genehmigung der zuständigen Reichsbahndirektion, Stab für die operative Betriebsleitung und Verwaltung der. Wagenwirtschaft, zugelassen,


    sowie


    (4) Der Transport von einem 2- oder 3 achsigen Normalspurgüterwagen auf 2 Rollwagen ist nicht zulässig,

    Es gibt dazu aber noch einen Anhang I der die Verladung von Drehgestellwagen auf zwei Rollwagen regelt. (Dies ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig)


    Transport von Normalspur-Güterwagen mit Drehgestellen auf
    Rollwagen
    1. Der Transport von Normalspur-Güterwagen mit Drehgestellen |
    auf Schmalspurstrecken ist nur als außergewöhnliche Sendung
    und auf 2 Rollwagen möglich, wenn die Wagen folgenden Bedingungen entsprechen:

    - Der größte Drehzapfenabstand darf 12 m nicht überschreiten,
    - Die Gesamtmasse des Normalspur-Güterwagens mit Drehgestellen darf 64 t nicht Überschreiten,
    - Die Wagen müssen‘ einen Drehkranz besitzen, oder es ist von einen Beschäftigten des technischen Wagendienstes gemäß
    Ahschn, 2 zu prüfen, ob diese Wagen die vorhandenen Gleisbögen durchfahren können und die Gleitstücke zwischen Wagenkasten und Drehgestell stets wirksam sind, sodaß keine Behinderung der Freigängigkeit bestimmter Wagenteile eintreten kann.
    Normalspur-Drehgestell-Güterwagen nit Fischbauchträgern sind von Transport ausgeschlossen, .

    Die Punkte 2,3,4 behandeln dann Dinge wie Mindestradius Achsfahrmasse und Meterlast, sind für uns aber nicht ganz so wichtig.
    Dafür aber die Punkte 5. und 6.

    5. Beim Verladen des Normalspur-Güterwagens mit Drehgestellen auf 2 Rollwagen müssen die Drehgestelle in der Mitte der Fahrbühnen der Rollwagen aufgestellt werden, Die Rollwagen sind durch eine passende Kuppelstange miteinander zu verbinden, Das jeweils nachlaufende Drehgestell des Normalspur-Güterwagens ist nicht zu befestigen, sondern nur zu sichern, indem die Radvorleger etwa 100 mm vor den Rädern befestigt werden. Können die Radvorleger wegen zu geringen Abstandes der normalspurigen Drehgestelle nicht zwischen den Rädern angebracht werden, sind sie so zu wechseln, daß sie von außen auf die Räder des Normalspur-Güterwagens mit Drehgestellen wirken. Die Handbremse des Normalspur-Güterwagens ist nicht anzuziehen, Muß ein Normalspur-Güterwagen mit Drehgestellen auf 2 Rollwagen verladen werden und ist die Verbindung der Rollwagen durch eine passende Kuppelstange nicht möglich, sind beide Drehgestelle des Normalspur -Güterwagens durch Radvorleger festzulegen und alle Achsen durch Achsbügel und Spannketten zu sichern,

    6. Mit Normalspur-Güterwagen mit Drehgestellen beladene Rollwagenpaare dürfen nur in Güterzüge eingestellt werden, Es sind höchstens 2 durch Kuppelstangen verbundene Rollwagenpaare oder 1 durch den Normalspur-Güterwagen mit Drehgestellen verbundenes Rollwagenpaare je Güterzug zugelassen.


    Gruß André



  • Hallo Zusammen.


    Der Rollwagenzug ist nun gemäß der Reichsbahn Dienstvorschrift umgebaut worden.


    Er dürfte nun auch Andrés kritischen Blicken widerstehen. 8)


    Gruß

    Martin

  • Ich bin zwar nicht André, aber mir fällt an und ab auf etwas auf...


    Im Bild 2 würde ich die Gleissperre zur anderen Seite auswerfen lassen und wenn es den Reichbahnland ist, wäre das Gleissperrsignal auch flasch.


    Gruss

    Uwe

    --
    Wenn du die Götter zum Lachen bringen willst, mach’ einen Plan.

  • Hallo Uwe ich weiß was du meinst mit der Gleissperre.
    Sicherlich beziehst du dich auf das fehlende Gsp 2


    Ich hab das nicht angemahnt weil ich ehrlicher Weiße selbst noch das falsche Signal als Platzhalter nutze. Und etwas kritisieren was man selbst wissentlich falsch hat ist nicht ganz meine Art. Mit der Auswurfrichtung hast du natürlich recht. Als Flankenschutz weg vom Gleis das man schützen möchte.


    Ansonsten @ Martin, Top. Bin begeistert und freue mich das meine Hinweiße nicht als Nörgelei aufgefasst werden.