H-Tafel in der freien Wildbahn

  • Ja gut, KlausN - das geht ja nur in Bereichen sinnvoll, wo massenhaft ein und die gleiche Baureihe herumfährt, also fast nur S-Bahn-Netze.

    Triebfahrzeugführer im Streckendienst der DB Fernverkehr in Frankfurt/Main
    BR: 101, 120, IC-Steuerwagen, 401 ("ICE 1"), 402 ("ICE 2"), 403 ("ICE 3"), 406 ("ICE 3M"/"ICE 3MF"), 407 ("neuer ICE 3"), 411 ("ICE T"), 415 ("ICE T")

  • In Kirchweyhe steht von Bremen her kommend irgendwo in den Gleisen links der Strecke (also hinter dem Bahnsteig, Gleis 25-27 glaube ich hießen die) eine H-Tafel mit Zusatz 1x ICE 2

    Solche Zusätze scheint es immer mal wieder zu geben, wo besondere Situationen/Fahrzeuge sind. Ist genauso wie mit den H-Tafeln für Güterzüge. Sind eher unüblich aber es gibt sie durchaus immer mal wieder irgendwo (fällt mir auch Kirchweyhe in den selben besagten Gleisen ein) :D


    (Ich muss übrigens gestehen, dass ich eine Zusatztafel mit Achselanzahl in Deutschland bisher noch nie gesehen habe. Selbst jetzt in der Schweiz hat es ein paar Wochen gedauert, bis ich eine solche Haltetafel mal gesehen habe...)

  • Ich hätte eine H Tafel zu bieten die das Zusatzschild "CD" trägt.. ^^

    Also nur für eine Bahnverwaltung gilt.


    Gruß André

    Wieso fällt mir auf Anhieb Ebersbach (Sachsen) ein? *grübel grübel*


    Gruß Daniel

  • Daniel ja warum nur.. ^^

    Ich weiß es einfach "nicht"! Warum nur? :D (Könnte daran liegen, dass Ebersbach Grenzbahnhof für die CD ist oder war und da regelmäßig die 810er rüberkamen?) Leider habe ich keinen Überblick darüber ob überhaupt noch Reiseverkehr über die Grenze stattfindet, Güterverkehr sicherlich noch.

  • Die mit Achszahl kenn ich dagegen eigentlich aus DR Zeiten recht gut.



    Diese Zusátzschilder kann man übrigens auch ganz primitiv nach grober Zugart einteilen..


    Gruß André

  • Guten Abend,


    hierzu ist mir noch eine Ergänzung eingefallen:

    Die H-Tafel im ersten Tunnelbahnhof steht aber sehr weit hinten, die würde ich etwas vorziehen, so wie du da angehalten hast, wäre das eine Signalverfehlung.

    Zum einen stehen die Signale nach Möglichkeit immer auf der Seite, auf der sich der Bahnsteig befindet, zum anderen ist der Mindestabstand zwischen H-Tafel und Signal in der Richtlinie definiert:



    Gruß, Klaus

  • Dann stellt sich auch immer die Frage danach, wie sinnvoll so etwas wie "3-Wagen" ist.

    War noch vor deiner Zeit, Klaus. Berliner U-Bahn, Großprofil und Einsatzgebiet der Baureihen B1 und B2 sowie C (damalige Linien C und D). Dort gab es die H-Tafeln für 3, 4, 5 und 6 Wagenzüge.


    Gruß

    Gerd

    Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.<br />Heinrich Heine

  • War noch vor deiner Zeit, Klaus. Berliner U-Bahn, Großprofil und Einsatzgebiet der Baureihen B1 und B2 sowie C (damalige Linien C und D). Dort gab es die H-Tafeln für 3, 4, 5 und 6 Wagenzüge.

    War nicht nur vor meiner Zeit, ich kenne auch noch H-Tafeln für 3, 5 und 9 (!) Wagen. Kommst Du drauf, wo in Berlin es letztere gibt/gab? Übrigens an gleicher Stelle gibt es auch noch H-Tafeln für 3 und 5 Wagen, bzw. gab, 2015 habe ich diese jedenfalls fotografiert:



    Ist hier aber, so glaube ich, kein richtig sinnvoller Vergleich, erstens sind bei der U-Bahn die Wagenzahlen meist (im Osten war das nicht so, im Westen schon) einzeln, also ohne H und ohne das Wort "Wagen" aufgestellt und zweitens gibt/gab es dort wenigstens sinnvoll fahrbare 3-Wagen-Züge (oder wird es vllt sogar mal wieder geben? Beim J stand das im Raum, wurde aber erstmal doch wieder abgesagt), im Gegensatz zur BR 481 im Video. Die mit 3 Wagen zu fahren wird doch sehr luftig. 3 Einheiten, oder 3 Viertel wäre da schon besser.


    Gruß, Klaus

  • War nicht nur vor meiner Zeit, ich kenne auch noch H-Tafeln für 3, 5 und 9 (!) Wagen. Kommst Du drauf, wo in Berlin es letztere gibt/gab?

    Puh, durch die Streckenverlängerungen in den letzten 70 Jahren sind ja in den ehemaligen Abstellanlagen an den Endbahnhöfen aus bisherigen Abstell- nun teilweise Streckengleise geworden. Ich tippe mal auf Leinestraße.

    ...und zweitens gibt/gab es dort wenigstens sinnvoll fahrbare 3-Wagen-Züge (oder wird es vllt sogar mal wieder geben?

    Das hatte ich nach dem Hamburger Vorbild in den siebziger Jahren schon mal bei der S-Bahn für Westberlin vorgeschlagen. Die Halbzüge waren nicht ausgelastet, selten mal, dass an schönen Wochenenden Dreiviertelzüge in Richtung Wannsee verkehrten. Bei den 275er und 276er Transvertervierteln mit der Versorgung der Wagenbeleuchtung einzeln für jeden Wagen aus der Stromschiene (Reihenschaltung der Lampen in den Stromkreisen) wäre es möglich gewesen, Dreiwagenzüge fahren zu lassen. Der Vorschlag wurde aber abgelehnt. Der Umbau an den Beiwagen (Kurzkupplung statt der Schaku an einem Wagenende) lohne die Einsparungen an Strom nicht.

    Die mit 3 Wagen zu fahren wird doch sehr luftig. 3 Einheiten, oder 3 Viertel wäre da schon besser.

    Merkt man im Prinzip vom Anfahr- und Bremsverhalten her doch kaum. Ich hatte mal die nette Aufgabe, nachts im Ostbahnhof zwei schadhafte Vollzüge zu vereinen und mit dem Sechzehnwagenzug nach Grünau zu fahren. Nur bei den Trennstellen mußte die doppelte Länge berücksichtigt werden, ansonsten war da keine merkliche Veränderung wahrnehmbar (Baureihe 277 mod).


    Gruß

    Gerd

    Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.<br />Heinrich Heine

  • Hallo Gerd,


    Puh, durch die Streckenverlängerungen in den letzten 70 Jahren sind ja in den ehemaligen Abstellanlagen an den Endbahnhöfen aus bisherigen Abstell- nun teilweise Streckengleise geworden. Ich tippe mal auf Leinestraße.

    Nee, in den Abstellanlagen wurde nicht über die maximale Zuglänge hinaus signalisiert, also 6* im Groß- 8 im Kleinprofil. Ist das Gleis noch länger, kommt am Ende vor dem Prellbock noch mal eine Haltetafel, dazwischen ist nichts. Die Haltetafeln in den Abstellanlagen dienen nur kehrenden Zügen.


    Die gezeigte 3, sowie eine 5 und 9 fanden sich im Waisentunnel. Wie Du sicher weißt, mussten ja bis zur Wiedervereinigung des Kleinprofilnetzes die Züge der A-Linie durch diesen Tunnel über die Großprofillinie E nach Bw Friedrichsfelde überführt werden. Durch die unterschiedlichen Stromabnehmer wurde dazu ein sog. Stromwagen (umgebauter Wagen der Baureihe A) angekuppelt, der aus der Großprofilstromschiene den Kleinprofilzug versorgen kann. Man wollte natürlich komplette 8-Wagen-Züge überführen, zusammen mit dem Stromwagen hatte der Zug dann 9 Wagen (oder bei 2/4 entsprechend 3/5 Wagen).


    * In Hönow ausnahmsweise auf einem Gleis auch bis 8.


    Um den Jahreswechsel 2006/2007 war die mittlerweile als U2 bezeichnete Linie wieder unterbrochen und die Werkstatt am Olympia-Stadion nicht erreichbar, sodass der Ostteil der Linie wieder von der Werkstatt Friedrichsfelde gewartet werden musste. Die Züge hat man allerdings nur in 4-Wagen-Paketen überführt, die von einem umgebauten 4-Wagen-Zug der Baureihe G geschleppt wurden, also nur als 8-Wagen-Zug. Davon habe ich leider nur ein nicht so hochwertiges Foto des G-Zuges:



    Merkt man im Prinzip vom Anfahr- und Bremsverhalten her doch kaum. Ich hatte mal die nette Aufgabe, nachts im Ostbahnhof zwei schadhafte Vollzüge zu vereinen und mit dem Sechzehnwagenzug nach Grünau zu fahren. Nur bei den Trennstellen mußte die doppelte Länge berücksichtigt werden, ansonsten war da keine merkliche Veränderung wahrnehmbar (Baureihe 277 mod).

    Ich denke, die Fahrgäste merken aber bei einem 3-Wagen-Zug BR 481/482 schon den offenen Faltenbalg. Darauf war die Anmerkung bezogen. Anfahr- und Bremstechnisch merkt man da maximal in der Ansprechzeit der Druckluftbremse etwas (bei EP-Bremsen natürlich nicht) oder wie Du schreibst bei Trennstellen. Der Unterschied, den so eine HLL-Länge macht, ist schon enorm, wenn ich mal 2 Wagen F-Zug mit einem 6er vergleiche. Beim 2er nur kurz in die Bremsstellung zu gehen, sorgt schon für eine starke Bremswirkung, während ich beim 6er etwa 2-3 Sekunden Luft rauslassen muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen

    Die Ks-Signale bleiben im Tunnel so stehen (Hauptsächlich wegen der 3 Gleise, hier werde ich mir aber noch eine passende Situation überlegen.

    Hoffentlich aber nicht mit diesem Vorsignal direkt nach dem davorstehenden Hauptsignal. Übrigens sollte das Hauptsignal vor dem Bahnhof dann auch ein Ks-Signal sein. Ein Systemwechsel innerhalb einer Betriebsstelle ist doch sehr ungewöhnlich. Stellwerke werden üblicherweise komplett durch neue Technik ersetzt. Bei einem Bahnhof dieser Größe dürfte es auch in Alttechnik nicht mehr als ein Stw gegeben haben, selbst wenn, würde man beide gemeinsam durch ein EStw ersetzt. Teilersetzungen kenne ich nur aus dem DR-Bereich, wo dann ein Bahnhofsteil mit einem Relaisstellwerk und das andere mit einem elektromechanischen Stellwerk bedient wurde, weil nur ersetzt werden sollte, was abgängig war. Dennoch wurden dann beide mit Hl-Signal ausgerüstet und nicht der eine Kopf mit Hl- und der andere mit Formsignalen.


    Gruß, Klaus

  • Hallo Klaus,


    an den Waisentunnel hatte ich da nicht gedacht.

    Die Haltetafeln in den Abstellanlagen dienen nur kehrenden Zügen.

    Wieder was dazu gelernt.

    Ich denke, die Fahrgäste merken aber bei einem 3-Wagen-Zug BR 481/482 schon den offenen Faltenbalg. Darauf war die Anmerkung bezogen.

    Alles klar.

    Anfahr- und Bremstechnisch merkt man da maximal in der Ansprechzeit der Druckluftbremse etwas

    Konnte ich selbst bei den B- und C-Zügen sehen, dass da nur einfache Führerbremsventile ohne Ausgleichvorrichtung vorhanden waren, bei denen merkt man die Zuglänge. Ich kenne das von der V 15 und V 23.0. Mit der V 23.1 trat der Unterschied nicht mehr in Erscheinung, die Ausgleichvorrichtung am Fbv sorgt unabhängig von der Zuglänge immer für die gleiche Druckabsenkung in der Hll. Da dürfte der E III besser zu handhaben gewesen sein, konnte allerdings passieren, dass der Zug sich von beiden Enden unterschiedlich bremsen ließ wenn eine Ausgleichvorrichtung träger arbeitete.

    Der Unterschied, den so eine HLL-Länge macht, ist schon enorm, wenn ich mal 2 Wagen F-Zug mit einem 6er vergleiche. Beim 2er nur kurz in die Bremsstellung zu gehen, sorgt schon für eine starke Bremswirkung, während ich beim 6er etwa 2-3 Sekunden Luft rauslassen muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen

    Siehe oben.


    Gruß

    Gerd

    Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.<br />Heinrich Heine